Stottern

Tritt bei Kindern und Erwachsenen auf

 

Stottern äußert sich in Form von unfreiwilligen Wiederholungen von Lauten und Silben ("Meimeimeine" ) sowie als Dehnungen ("Kkkkkopf" ) oder Blockierungen von Lauten (Pausen vor oder in einem Wort, wobei Zeichen von Anstrengung sichtbar oder hörbar sein können: "---Knopf". Diese Symptome werden Kernsymptomatik genannt, da sie das eigentliche Stottern darstellen. In Kernsymptomen verlieren Stotternde für einen Moment die Kontrolle über den Sprechablauf, obwohl sie genau wissen, was sie in diesem Moment sagen wollen. Es gibt - meist unbewusste - Strategien, um solche Symptome zu kontrollieren.

Hinzu kommen oft die sog. Sekundärsymptome. Diese sind oft eine Art von Kompensationsverhalten, bei denen der Stotternde glaubt, sein Sprechen wieder unter Kontrolle zu haben. Dazu gehören Sprechen mit erhöhtem Kraftaufwand (z.B. Pressen, lauter werden), "Tricks" bei der Atmung (z.B. übertrieben aus- oder einatmen, mit zu wenig oder zu viel Luft sprechen) und Mitbewegungen (z.B. starkes Kopfnicken). Der Patient will dadurch aus seinem Symptom ausbrechen.

Hinzu kommten verschiedene Strategien, um das Stottern zu vermeiden. Zum Beispiel das Vermeiden von Sprechsituationen bzw. Umformulieren bei gefürchteten Wörtern oder Veränderung der Sprechweise wie Flüstern, Singsang oder "Tricks" bei der Atmung.

Psychische Reaktionen wie Sprechangst, Wut oder Trauer über das Versagen beim Sprechen, Selbstabwertung als Sprecher, Scham und Hilflosigkeit können hinzukommen.

Typisch für den Verlauf ist der Wechsel von symptomarmen Phasen mit Episoden stärkerer Symptomatik. Ebenso typisch ist, dass das Stottern in unterschiedlichen Situationen und bei unterschiedlichen Personen verschieden ausgeprägt sein kann.

2.7.11 16:29

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